10.September 2017 Vermitgliederung

erzähl' uns etwas von Dir und Deinem Motorrad

10.September 2017 Vermitgliederung

Beitragvon Fuscher Törl » 25.10.2017, 21:12

….danke an den Administrator, der es ermöglichte zu einer Vermitgliedschaftung….

Funbiker Nord, ein MotorradfahrerForum mit recht vielen Mitgliedern und ebenso vielen unangemeldeten Nutzern.

Ich möchte dieses Forum irgendwie sinnvoll nutzen und schreibe mal meine eigenwillige Vorstellung.

Unter dem Pseudonym Fuscher Törl, ist von mir so gewollt, schreibe ich diese Zeilen hier nieder, mit dem Versuch, daß das Lesen Freude bereitet: eben das Thema Motorrad.

Das Pseudonym Fuscher Törl fand ich passend zu meinen meisten Reisen und ist eine Anlehnung an einen bekannten Punkt an der Großglockner Hochalpenstraße, gelegen in einer wunderbaren Hochgebirgslandschaft, die den Pinzgau mit Kärnten über die Hohen Tauern verbindet.
Also eben Österreich, viele meiner Motorradfahrten führten und führen dorthin. Kulinarisch sei der Kaiserschmarren und Apfelstrudel oder auch die Kaasnockerln angemerkt.

Erst einmal möchte ich kurz zurückblicken, denn nicht immer umgab mich das Thema Motorrad. Es stand nicht immer im Mittelpunkt. Denn in jüngeren Jahren gab es in Harburg einen Optiker Hoyer, welcher das Thema Dampflokomotive im Maßstab 1:10 verinnerlichte und ich es mit ihm zeitweilig teilte. Und da wir einander uns gut kannten, wuchs mein Interesse an dem Dampfroß. Kurzzeitig, drei Jahre wurden es. Irgendwann merkte ich jedoch beizeiten, daß das doch nicht ganz mein Ding werden konnte, denn auf einer Rückfahrt von einem DampflokomotivenTreffen überschlugen sich die Ereignisse, denn ich bekam auf einer Autobahn den Kontakt zu 14 schwedischen Urlaub-BMW-Motorradfahrern. Da wurde in mir die Erinnerung an eine sich drehende, verchromte AntriebsKardanwelle einer Uralt-EinZylinder-BMW geweckt.

Tja, da war dann Schluß mit der Eisenbahnromantik. Und der Optiker war traurig.

Fortan suchte ich die entsprechende Fahrschule Rosemann in Harburg auf, welche mich entsprechend schulte und ich sogar die Fahrerlaubnis kurzfristig auch erlangte, wobei ich schon Ausschau hielt nach einem geeigneten Motorrad. Der erste Anlauf war eine DreizylinderLaverda. In grün…. Traumhafte Ansicht. Das hätte was werden können, jedoch der Eigner konnte sich dann doch nicht davon trennen. Also suchte ich weiter.

Arbeitstechnisch weilte ich damals in Wilhelmsburg und mußte das eine oder andere Fahrzeug bei der Shell-Tankstelle in der Georg-Wilhelm-Straße betanken. Wie der Zufall es so wollte, gab es dort einen Aushang mit Bild bezüglich Verkauf eines Motorrades.

Klar, was jetzt kommt und sein sollte: Ich besorgte mir 3.200 DM und wurde Besitzer eines wunderschönen Motorrades der Marke Honda, Typ CB 750 K6 von 1976. Rot und Chrom. In meinen Augen ein Wahnsinnsteil… Vier Auspuffrohre! Was für ein Phallussymbol! Mein erstes Motorrad. Und ich machte meine Erfahrungen.
Einige Jahre vergingen und die Neugierde wuchs zur Bereitschaft einer Veränderung und es mußte kommen was kommen mußte, eine Suzuki GSX 750 von 1978 wurde nun meins. Mit ohrenbetäubender 4 in 1-Anlage, ausgeräumt, echt nur laut! Mein zweites Motorrad. Damit befuhr ich die Adria-Küstenstraße! Noch Fragen?
Weitere zwei Jahre später folgte meine langjährige BMW-Ära R 100/7 einschließlich der RS-Umrüstungen. Vollverkleidet. Immerhin 64 PS. Hatte echt was. Und das dann 2 mal das gleiche Modell.

Der Faden meiner Motorradfahrzeugvergangenheit ließe sich noch beliebig lang weiterspinnen, denn mit all den Motorrädern gab es und gibt es auch heute immer nur tolle und wunderbare, faszinierende Erlebnisse. Auch wenn ich mal den glimpflichen Kontakt zum Boden hatte.

Die unzähligen Touren hier in unseren heimischen Gefilden der norddeutschen Flachebene, ob hier im südlichen Elbe- und Heidebereich, die Wegung nach Hitzacker oder nach SH mit den vielen Seen, nach Hessen in den Spessart oder in den Odenwald und auch das Weserbergland mit der Tonenburg hinterlassen wunderbare Empfindungen und Herausforderungen. Der Schwärmereien sind keine Grenzen gesetzt.

Die entsprechenden Urlaubsfahrten nach damals Jugoslawien, hier paradiesisch die Küstenstraße von Riejeka nach Dubrovnik.
Oder über Dänemark nach Norwegen zum Polarkreis und Nordkap und wieder heimwärts über Finnland, Schweden, Fehmarn.

Fehlen dürfen natürlich nicht in der Aufzählung die vielen Fahrten nach und in Frankreich mit den unglaublich vielen Sehenswürdigkeiten.
Selbst in Spanien mit seinem Hochtableau, oder Barcelona, Tarragona oder Valencia, gibt es meine Motorradreifenabdrücke einschließlich bei vielen Trips von Barcelona nach Mallorca.

Häufig wurde auch der Autoreisezug ab Hamburg, damals abgehend von Sternschanze, später Altona entweder bis Lörrach oder MünchenOst angewandt. Hatte auch was.

Viele Motorradfahrten führten mich immer wieder besonders gerne nach Österreich. Ob zur Zeit des Almauf- bzw. abtrieb, es ist eine Reise wert.

Wenn ich an München vorbei bin und in der Ferne die Berge erkenne, anschließend die Autobahn in Holzkirchen verlasse und über malerische Straßen den Tegernsee, Achensee das Inntal, hier gibt es sehenswert MotorradBär in Schwaz, evtl. in Richtung Innsbruck den Übergang mit Ziel Antorno See in den Sextener Dolomiten bzw. zu den oberitalienischen Seen, hier der Comer See, Mandello mit dem MotoGuzzi-Werk oder aber das Zillertal mit seiner Zillertaler Höhenstraße passiere, wird mir wohlig und warm ums Herz. Als Flachländer zieht mich die Kurverei in ihren Bann. Und es geht weiter.

Wenn ich die Autobahn Richtung Salzburg kurz vorm Chiemsee in Bernau verlasse und in Richtung Kitzbühel und Mittersill und Felbertauerntunnel gen Süden steuere, kann ich auch auswählen, ob ich nach Zell am See, zum Groß Glockner, nach Kaprun oder zu den Krimmeler Wasserfällen mit einem Abstecher über die alte Gerlos-Paßstraße möchte.

Vieles ließe sich bestimmt noch schildern.

Also immer wieder zog es mich nach Österreich, schließlich wurde es und es ist meine Wahlheimat. Dort muß ich immer wieder hin.

Überhaupt: Schlechtes Wetter gibt es nicht, es gibt nur schlechte Kleidung. Motorrad und Reisen sind mein Ding.
Ach so…. die Hamburger Motorradtage sind natürlich auch ein Muß.
Funbiker Nord, ein MotorradfahrerForum und ich bin am 10.09.2017 vermitgliedert worden.

Ein Fuscher Törl mit bewegender Geschichte.


Eine höfliche Anmerkung sei mir bitte gestattet:
Hier in diesem Forum las ich einiges und ich machte mir tatsächlich die Mühe und betrachtete die Mitglieder von A-Z in ihrer Selbstdarstellung bzw. die Beiträge. Recht befremdlich, denn irgendwie fand ich spärliche Informationen. Sehr anonym und distanziert. Ich empfand es so.
Bestimmt wird wohl über die eine oder andere App möglicherweise sich mehr mitgeteilt werden. Mag ja auch nicht jedermanns Ding sein, so von sich zu erzählen.
Aber irgendwie auch schade, da das Thema Motorrad doch so breit aufgestellt ist.
Vielleicht deute ich es nur falsch.
Beim Stammtisch gibt es dann doch zum Glück viele Benzingespräche und vielfältige Informationen.
Hat mir eine große Freude bereitet, Euch diese Zeilen aufzuschreiben.
Dieses Forum ist es wert belebt zu werden.
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Re: 10.September 2017 Vermitgliederung

Beitragvon tom » 26.10.2017, 17:41

:?: :?: :?:
* in Berufung auf Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG
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tom
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Re: 10.September 2017 Vermitgliederung

Beitragvon blackedition » 26.10.2017, 21:13

Super Beitrag zum Thema Motorrad erleben mit Herz und Blut,

...wer einmal infiziert wurde...

Danke! :gut:
Wenn nicht jetzt, wann dann?
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